Das Naturschutzgebiet Alter Flugplatz in der Nordstadt von Karlsruhe Foto: Nina Setzler
„Vielfalt ist die Grundlage des Lebens“ Urkundenverleihung für ehrenamtliche Naturschützer am Alten Flugplatz
28. Februar 2018 TEXT: 0

Das Netzwerk Alter Flugplatz darf sich zwei Jahre lang „Offizielles Projekt der UN-Dekade für biologische Vielfalt“ nennen. Im Jahrzehnt von 2011 bis 2020 wollen die Vereinten Nationen den globalen Rückgang der Artenvielfalt aufhalten und Menschen zum Handeln bewegen. Die deutsche UN-Dekade fokussiert mit dem Wettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle“ die Chancen der Natur für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Schüler Pflegen das Areal

In diesem Contest wurde das Netzwerk Alter Flugplatz ausgezeichnet, in dem sich verschiedene Gruppen um die Pflege und Entwicklung des früheren US-Militärflugplatzes bemühen. Im Rahmen einer jährlichen Initiative pflegen etwa Sechstklässler der Merkur-Akademie das Areal. „Wir reißen Neophyten aus, also eingewanderte Pflanzen. Der Götterbaum beispielsweise würde sonst alles überwuchern. Für bodenbrütende Vögel soll aber der Mager-Rasen erhalten bleiben“, erklärt BNT-Lehrer Uwe Merkel.

Viele Organisationen helfen

Weitere Naturschutz-Projekte gehen von den ans Gelände angrenzenden Bürgervereinen aus, die hier Dreck-Weg-Aktionen veranstalten. Der Storchenhof Gruber pflegt die Weidetiere auf dem Alten Flugplatz, dazu gehören Esel und Ziegen. Das Naturkundemuseum betreibt die Homepage des Netzwerks www.alter-flugplatz.de und die Karlsruher Abteilungen von BUND und Nabu, die Falkner der Jägergemeinschaft sowie der ehrenamtliche Naturschutzdienst, das Regierungspräsidium und weitere Schulen sind hier aktiv.

Alter Flugplatz: 70 Hektar Naturschutzgebiet

„Ich freue mich über das generationenübergreifende Engagement“, sagt Bürgermeister Klaus Stapf, als er den ehrenamtlichen Naturschützern ihre Urkunden überreicht. Der lange Kampf, bis die 70 Hektar Alter Flugplatz im Jahr 2010 endlich zum Naturschutzgebiet erklärt wurden, habe sich gelohnt. „Mitten im Stadtgebiet betreiben wir hier Artenschutz, es gibt besondere Bienenarten und eine erstaunliche Artenvielfalt bei Vögeln“, so Stapf. 

Die Helfer lernen viel

Der Bürgermeister betont, die freiwilligen Helfer entwickeln bei ihrem Einsatz nicht nur das Gebiet weiter, sondern lernen auch vieles über Naturschutz. „Vielfalt ist die Grundlage des Lebens. Das gilt nicht nur für die Natur, sondern auch für die Wirtschaft und das weltweite Zusammenleben“, erklärt Stapf. „Durch Vielfalt werden Naturgebiete und andere Bereiche widerstandsfähig gegenüber Krisen!“ 

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