Csilla Mako vor dem Gold Foto: Nina Setzler
„Das Geheimnis: Nie müde werden!“ Seit zehn Jahren betreibt die gebürtige Karlsruherin Csilla Mako das Cocktail-Bistro „Gold“ in der Oststadt
20. Oktober 2018 TEXT: 0

„Die Zeit ist wie im Flug vergangen“, lächelt die Gastronomin, die heute Abend zur großen Jubiläumsparty mit Live-Band, DJ und Freibier einlädt. „Ich habe das Gold zusammen mit meinem ehemaligen Chef und Mentor Falco Wambold gegründet. Der ist dann allerdings relativ schnell mit seiner Familie nach Hamburg zurückgezogen, wo sie ursprünglich herkamen – und ich war mit dem großen Laden und der Verantwortung allein.“

Stetig wachsendes Angebot

Anfangs lief das Bar-Bistro im Abendbetrieb. „Wir waren damals die Ersten, die auf dieser Seite der Oststadt etwas eröffnet haben. Mittlerweile gibt es um uns herum ja einige Lokale“, sagt die 42-Jährige. Später bot sie im Gold auch Wochenend-Frühstück an, das später auf die Werktage ausgedehnt wurde. Zuletzt kam noch der Mittagstisch hinzu. „Das Geheimnis in der Gastronomie ist, nie müde zu werden und die Augen offen zu halten! Man hat viele Durststrecken, aber Ausdauer ist wichtig. Und ein gewisses Bauchgefühl, um auf die Bedürfnisse der Gäste zu reagieren.“

Die Chefin isst selten woanders

Die Begeisterung für ihren Job ist Csilla Mako auch nach zehn Jahren erhalten geblieben. Nach wie vor findet man sie fast jeden Tag im Gold, nur ganz selten isst sie mal woanders zu Mittag. „Ich muss schon krank sein, um nicht hierher zu kommen. Morgens helfe ich, den Laden hochzufahren, dann bin ich mit Abrechnungen, Einkäufen oder Organisatorischem beschäftigt.“ Wenn Not am Mann ist, hilft die Mutter eines 16-jährigen Sohnes auch heute noch hinterm Tresen aus.

Gute Mitarbeiter gesucht

Das Einzige, was sie rückblickend anders machen würde: „Ich hätte mir etwas mehr Freizeit gönnen können. In den vergangenen Jahren habe ich wirklich viel gearbeitet – aber es macht mir ja Spaß“, sagt die gebürtige Karlsruherin mit den ungarischen Wurzeln. Ein Individualbetrieb wie das Gold stehe und falle mit den Mitarbeitern, findet Csilla. Und die sind in der Gastronomie mittlerweile schwer zu finden. Deshalb ist sie stets auf der Suche und bemüht sich, die Guten zu begeistern.

Bunt gemischtes Publikum

80 Gäste haben im Inneren des Gold Platz, draußen gibt es weitere Tische neben den Jugenstil-Bauten der Oststadt. Eine bunte Mischung aus Studenten, Nachbarn und Geschäftsleuten trifft sich hier, darunter auch Freunde aus Csillas Schulzeit am Helmholtzgymnasium und ihrem Lehramtsstudium. Sie essen Süßkartoffel-Gnocchi oder Schnitzel zu Mittag, naschen vom Kuchenbuffet oder treffen sich abends auf einen Cocktail. Hin und wieder stehen besondere Events wie das „Eat and Beat“ an, ein Drei-Gänge-Dinner mit DJ.

Nacht-Snacks im Gold

In Zukunft würde Csilla das Gold am Abend gerne noch mehr in Richtung Restaurant gestalten – gute Gerichte, aber leger und bezahlbar. Schon jetzt bietet sie durchgehend warme Küche an, mit der neuen Speisekarte kommen ein paar Nacht-Snacks hinzu. „Das wird nichts Besonderes sein, ein Sandwich, das nach Küchenschluss vom Servicepersonal gerichtet werden kann oder Sardinen aus der Dose. Aber die einfachen Sachen schmecken ja um diese Zeit oft am besten!“

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