Fotos: Amtsgericht Karlsruhe
Jetzt neu: Bürgerservice am Amtsgericht Karlsruhe bekommt als erste Stadt in Baden-Württemberg eine zentrale Anlaufstelle für Justizdienstleistungen
8. Februar 2021 TEXT: 0

Vor drei Wochen öffneten sich die Pforten, bis heute waren schon 250 Bürgerinnen und Bürger da: Das neue Servicezentrum im Karlsruher Amtsgericht ist die neue Anlaufstelle für Rechtssuchende. Hier finden sie Beratungshilfe, können Vollstreckungsschutz-Anträge, einstweilige Verfügungen oder Erbschein-Anträge stellen, Klage erheben, Gewaltschutz- oder Räumungsanliegen besprechen.

Besserer Zugang

Am Montag wurde der bislang einmalige Service durch Baden-Württembergs Justizminister Guido Wolf offiziell eröffnet. „Natürlich gab es beim Amtsgericht auch bisher Hilfe bei diesen Anliegen, jedoch oft über komplizierte Wege bei unterschiedlichen Ansprechpartnern in verschiedenen Gebäuden“, so der Minister. „Mit der zentralen Anlaufstelle bündeln wir nun alle Anfragen an einem Ort.“ 

Bisher mussten waren die Wege kompliziert, jetzt werden alle Anliegen hinter dieser Tür behandelt

Das neue Servicezentrum ist nicht nur bürgerfreundlich, es tut auch dem Amtsgericht gut, denn die Konzentration auf einen Ort verringert die Anfragen an die übrigen Beschäftigten. Deshalb rechnet man mit einem Effizienzgewinn bei den Arbeitsabläufen. Dass sich so der Publikumsverkehr in den Büros des Justiztrakts reduziert, erhöht zudem die Sicherheit, gerade in Pandemie-Zeiten.

Freundlich und diskret

Die neu gestalteten Räume, in denen Mitarbeiter aus Service und Rechtspflege sitzen, sind hell und freundlich mit Holz ausgebaut. Sie bieten dank Lamellen vor den beiden Beratungseinheiten auch Diskretion für die vertrauliche Behandlung der Anliegen.

Am Empfang werden die Fälle vorsortiert und Wartemarken verteilt. Daneben liegen zwei Beratungszimmer

An der Anmeldung werden die Fälle vorsortiert und es gibt Wartemarken. Manches kann gleich vor Ort abschließend erledigt werden, als „One-Stop-Job“, wie der Minister zufrieden betont. So hoffe man, den Menschen beim oft unerwünschten Gang vor Gericht einen einfachen Zugang zum Recht geben zu können.

Vielfältiges Angebot

Das Aufgabenspektrum sei beim Amtsgericht Karlsruhe zwar groß, erklärt dessen Präsident Thomas Ohlinger. Es gebe hier nicht nur Straf- und Zivilabteilungen, auch Familien- und Nachlass-Anliegen werden behandelt. „Das Amtsgericht darf aber keine Rechtsberatung leisten. Wir erbringen nur unterstützende Tätigkeiten beim Formulareausfüllen oder Anträge formulieren. Und es gibt die Möglichkeit, Beratungshilfe zu beantragen.“

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