Die Dampflok Greif im Karlsruher Schlossgarten Foto: Nina Setzler
Dampfendes Highlight im Schlosspark Die Dampflok Greif rollt ihre erste Runden nach der Winterpause
25. März 2018 TEXT: 0

„Wir hatten großes Glück mit dem Wetter! Anfang der Woche haben mir die kalten Temperaturen echt Sorgen gemacht“, freut sich Steffen Waidelich. Am Eröffnungstag der Sommer-Saison rollt seine historische Dampflok Greif viele Male über die Gleise im Schlosspark. Der Zug von 1939 zieht auf seinem Rundkurs vorbei an Schlossgartensee, Schrebergärten und Spielplatz alle Blicke auf sich. Lokführer Waidelich und Heizer Dirk Schätzle entdecken an der Strecke ständig bekannte Gesichter und winken.

Alle wollen mitfahren

Nach der Winterpause fährt die beliebte Freizeit-Bahn nun wieder samstags zwischen 13 und 19 Uhr, sonn- und feiertags von 11 bis 19 Uhr. Die letzte Fahrt des Tages startet jeweils um 18.30 Uhr. An der Haltestelle hinter dem botanischen Garten warten bei gutem Wetter zahlreiche Fahrgäste, die vier Waggons der Dampflok Greif nach jedem Stop ruck zuck neu besetzt. Kinder und Erwachsene das Vintage-Vehikel und stellen Fragen über Fragen. 

Dampflok Greif ist lebendige Geschichte

„Die Dampflok Greif fasziniert, weil wir mit Naturmaterialien wie Feuer und Wasser arbeiten. Da kann das Motorengeräusch einer Diesellok einfach nicht mithalten“, glaubt Steffen Waidelich. „Hier lebt die Geschichte für die Kinder weiter. Die erleben so ein Fahrzeug im Alltag ja sonst gar nicht mehr.“ Die Lok instand zu halten wird allerdings immer mehr zur Herausforderung. „Im Winter wurden die Räder umfassend renoviert, jetzt läuft die Greif viel ruhiger. Aber dieses alte Handwerk beherrschen nur noch wenige. Deshalb müssen wir vieles selbst machen und die Ersatzteile vorausschauend planen“, so Mit-Besitzer Waidelich.

Nachwuchs-Lokführer gesucht!

Um die geschichtsträchtige Dampflok Greif sicher in die Zukunft zu steuern, freut sich das Team der Schlossgartenbahn über Nachwuchskräfte. Ab 17 Jahren kann man sich zum Heizer und später zum Lokführer ausbilden lassen. „Begeisterung für alte Technik ist wichtig. Und man sollte keine Angst vor Asche, Ruß oder Öl haben“, lächelt Steffen Waidelich, der Verkehrssystem-Technik an der Hochschule Karlsruhe studiert. „Als Belohnung gibt es einen Rundum-Blick in den Schlosspark und einen ziemlich einmaligen Arbeitsplatz.“

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