Foto: Markus Kümmerle/Städtisches Klinikum Karlsruhe
Karlsruher Kliniken schlagen Alarm! Jetzt ist die Unterstützung von Bürgerinnen, Bürgern und Politik wichtig
11. Dezember 2020 TEXT: 0

Nach dem emotionalen Appell der Bundeskanzlerin am Mittwochabend und der Einschätzung von RKI-Chef Lothar Wieler, die Situation sei „besorgniserregend“, schlagen auch die Kliniken im Stadt- und Landkreis Karlsruhe Alarm und fordern Politik und Bürger zum Handeln auf! 

Die SARS-CoV-2-Pandemie belastet die Krankenhäuser seit Wochen erheblich. Die ansteigende Zahl der Neuinfektionen haben zur Folge, dass schwerkranke Patienten auf speziellen Stationen mit hohem Aufwand behandelt werden müssen. 

Leistungsfähigkeit eingeschränkt

Durch den hohen Personalaufwand und Quarantänemaßnahmen ist außerhalb dieser Bereiche die Leistungsfähigkeit der Kliniken eingeschränkt. Das sei alarmierend, denn auch die Versorgung anderer schwerwiegender Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Tumorleiden ist wichtig. 

Deshalb fordern die Karlsruher Kliniken zum Schutz ihrer Mitarbeitenden konkrete Maßnahmen, auf die sich das Bundeskanzleramt und die Ministerpräsidenten in ihrer Sitzung am Sonntag verständigen müssen: Die medizinische Leistungsfähigkeit der Kliniken muss zum Wohl der Gesamtbevölkerung auch über COVID-19-Erkrankungen hinaus sichergestellt werden.

Teil-Lockdown reicht nicht aus

Um eine weitere Ausbreitung des Virus vor Weihnachten zu verhindern, reiche der Teil-Lockdown nicht aus, die Infektionszahlen müssten jetzt deutlich reduziert werden. Nur dann könne man eine adäquate Versorgung bis ins Frühjahr sicherstellen. Bekannte Schutzmaßnahmen sind konsequent einzuhalten und die Kontakte auf ein Mindestmaß zu reduzieren. 

Die Impfempfehlung von Gesundheitsministerium und Ständiger Impfkommission muss aus Sicht der Kliniken nachgebessert werden: In die höchste Priorisierungsstufe gehöre das gesamte medizinische Personal, nicht nur jene Mitarbeitende, die vulnerable Patientengruppen versorgen. Würde lediglich ein Teil geimpft, könnte das die Funktion ganzer medizinischer Abteilungen außerhalb des Hochrisikobereichs massiv gefährden.

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