Ein schnelles Auto fährt durch die Stadt Foto: DKcomposing / Adobe Stock
Polizei geht stärker gegen Autoposer vor Optimierte Konzepte, gemeinsame Kontrollen, höhere Busgelder
21. Mai 2021 TEXT: 0

„Seit diesem Frühjahr drehen wieder überwiegend jüngere Männer mit aufgemotzten, auf ohrenbetäubende Lautstärke getrimmten Autos verstärkt ihre Runden in den Innenstädten. Mit aufheulenden Motoren, quietschenden Reifen oder kurzen Vollgas-Sprints meinen sie, imponieren zu können“, sagt Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl.

Laute Motoren, unnötiges Hin- und Herfahren

Autoposing sei aber kein Spaß, sondern sinnlos, verantwortungslos und rücksichtslos, so der Minister weiter. „Deshalb schieben wir dieser Szene jetzt einen Riegel vor, mit konsequenten Kontrollen und maßgeschneiderten Konzepten sagen wir Posern den Kampf an. Mit einem Kompetenzteam Posing sorgen wir dafür, noch entschiedener, zielgerichteter und mit geballten Kräften der Posing- und Tuning-Szene flächendeckend den Saft abzudrehen.“

Im Kompetenzteam Posing treffen sich Spezialistinnen und Spezialisten aller Polizeipräsidien und Experten der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg. Sie tauschen landesweit wichtiges Erfahrungswissen aus und optimieren örtliche Konzepte. Außerdem führen sie gemeinsame Kontrollen durch.

Stillgelegte Fahrzeuge, erhöhte Busgelder

„Wir wissen sehr genau, wie sich eine Posing-Szene erfolgreich bekämpfen lässt. Das zeigen die Erfolge in Mannheim und Stuttgart. Durch konsequentes und professionelles Einschreiten der Polizei konnten dort – in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden – in den letzten Jahren hunderte Fahrzeuge stillgelegt und das Posing in weiten Teilen unterbunden werden“, so Landespolizeipräsidentin Dr. Stefanie Hinz.

Ein weiterer wichtiger Aspekt sei auch die Höhe der Bußgelder, sagt Innenminister Strobl: Durch die Novellierung der Straßenverkehrsordnung soll der Regelsatz für unnötiges Hin- und Herfahren von 20 auf 100 Euro erhöht werden.

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