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Grünwinkel liegt im Südwesten Karlsruhes zwischen Daxlanden und Bulach und ist durch seine Gegensätzlichkeit geprägt: Neben dem alten Zentrum am Robert-Sinner-Platz gehört die Albsiedlung mit ihren idyllisch entlang des Flüsschens gebauten Reihenhäusern aus den 1920er-Jahren zum Stadtteil. Außerdem die Wohngebiete Hardeck- und Heidenstückersiedlung sowie Gewerbegebiete entlang der Maxaubahn und der Südtangente. Eine Besonderheit Grünwinkels sind die Gastro- und Freizeit-Betriebe in umgenutzten Gewerbeimmobilien der Jahrhundertwende. Zum Beispiel die Kletterhalle The Rock, das Kesselhaus oder die Salsatheka Havanna. Auch einige Freikirchen haben sich in diesem Bereich angesiedelt, etwa die ICF und das Missionswerk mit seinem ausladenden Kuppelbau.
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Verlässt man das Industriegebiet an der Bannwaldallee und die Gegend mit Einkaufs- und Baumärkten an den breiten Durchgangsstraßen, zeigt sich Grünwinkel von seiner lauschigen Seite. Die Hardeck- und Heidenstückersiedlung bestehen vor allem aus kleinen Einfamilienhäusern mit Gärten. Entlang der nördlichen Seite fließt die Alb mit angrenzenden Grünflächen und im Süden des Stadtteils beginnt der Hardtwald. Doch nach seinen grünen Ecken wurde Grünwinkel nicht benannt! Der Name bezieht sich auf die vielen Vögel, vor allem Krähen, die es hier durch das nahe Gehölz in den Rheinauen offenbar gab. Bis heute lassen sich viele Exemplare dieser Vogelart im Stadtteil entdecken: In der Durmersheimerstraße steht seit 1983 der Krähenbrunnen. Und zum 300. Stadtgeburtstag Karlsruhes wurden große Krähenstatuen von Vereinen, Firmen und Institutionen aus Grünwinkel bunt gestaltet und überall im Stadtteil aufgestellt.
Grünwinkel hat keinen klassisch gewachsenen Dorfkern, doch Mittelpunkt ist schon lange das Brauereigelände Hatz-Moninger. Um 1900 waren 30 Prozent der Grünwinkler Bevölkerung hier beschäftigt. Damals hieß die Fabrik „Gesellschaft für Brauerei, Spiritus und Presshefenfabrikation“ und gehörte der Familie Sinner. Auf dem Areal liegt der Ursprung der Besiedlung Grünwinkels, hier befand sich das Hofgut Kreenwinkel, um das herum Markgräfin Sibylla Augusta 1710 eine Arbeiter-Kolonie gründen ließ. Ein Überrest des Hofgutes ist das Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert, in dem heute die Verwaltung der Brauerei untergebracht ist. Seit 2008 gibt es neben den Gebäuden der Brauerei und dem Braustübl‘ auch einen Supermarkt, eine Getränkehandlung und weitere Geschäfte. Die präsentesten Bauten auf dem Areal am Robert-Sinner-Platz sind das Mühlengebäude aus Backstein von 1893 und das Silogebäude von 1911. In beiden sind heute diverse Firmen und Vereine ansässig.
Im Erdgeschoss des ehemaligen Silos befinden sich die Räumlichkeiten des Bridge-Clubs Karlsruhe und auf dem Dach dreht sich, schon von Weitem sichtbar, das leuchtende M, das Logo der Brauerei Moninger. 2018 wurde das Traditionshaus von der Pforzheimer Brauereifamilie Scheidtweiler übernommen und seither grundlegend relauncht: die Brauverfahren überarbeitet, Rohstoffe verändert und neue Rezepturen entwickelt. Zusammen mit dem neuen Markenauftritt kommt Karlsruhe seit Ende 2021 in den Genuss der Sorten Moni, Karl und Bert. Beim feierlichen Neustart der Biere war auch Anton Baranowski dabei, der in Grünwinkel lebt: „Das war spannend, sie haben hier ein Grillfest mit großer Lightshow am Silohaus der Brauerei veranstaltet. Man merkt, dass die Brauerei sich bemüht, im Stadtteil aktiv präsent zu sein“, sagt Anton.
Ausgeschenkt wird das Bier von Moninger unter anderem auch beim Schupi. Das Restaurant mit Biergarten ist vor allem im Sommer ein beliebter Stopp für Radfahrer und Spaziergänger. Hier gibts nicht nur badisches Bier und badisches Essen, sondern auch badische Mundart! Die Badisch‘ Bühn hat ihre Spielstätte ebenfalls im Traditionsgasthaus an der Durmersheimerstraße. „Seit 1982 bringen wir die Leute auf Mundart zum Lachen. Das Besondere bei uns ist, dass man im Saal essen und trinken darf. Unser großes Ziel ist es, dass jeder, der hier herkommt, ein Stück Heimat mit nach Hause nimmt“, erzählt Nathalie Hill, das jüngste Mitglied des Ensembles, im Who’s Who-Video von „Kultur in Karlsruhe“. Ein Stück Heimat hat auch Anton in Grünwinkel gefunden. Er ist in der Karlsruher Weststadt aufgewachsen und nach einigen Jahren in Frankfurt schließlich hier gelandet.
„Es ist eine ruhige und entspannte Wohngegend hier“, findet der Unternehmensberater. „Ich freue mich besonders über die Alb, wo ich oft joggen gehe. Egal, in welche Richtung ich laufe – es ist immer grün!“ Aber auch die großen Geschäfte und Einkaufszentren, die viele nur mit dem Auto ansteuern, erreicht Anton in unter zehn Minuten zu Fuß. Und auch zum Essen gehen ist in Grünwinkel einiges geboten, findet der 36-Jährige. Er geht öfters ins Braustüble oder zum Schupi essen und kann das Rim Wang für seine authentische Thai-Küche empfehlen. Superbeliebt an heißen Sommertagen ist auch die Eis-Oma in der Heidenstückersiedlung, seit 1939 eine Institution in Grünwinkel. Hier wird handwerklich hergestelltes Eis verkauft und das schon in der dritten Generation. Für besondere Anlässe kann man auch wunderschöne Eistorten bestellen.
Vor allem an heißen Sommertagen lohnt sich ein Stopp bei der Eis-Oma, um danach direkt in den kühlen Wald abzutauchen oder weiter bis zum Epplesee zu radeln. Besonders positiv ist Anton der aktive Bürgerverein Grünwinkel aufgefallen, dessen Mitglieder den Stadtteil sehr engagiert mitgestalten möchten. „Zum Beispiel, wenn es um den Pumptrack geht, der von der Stadt geschlossen wurde. Hier bemüht sich der Bürgerverein sehr, eine Lösung zu finden, um den BMX-begeisterten Jugendlichen im Stadtteil etwas zu bieten“, sagt Anton Baranowski. Auch auf dem ROTAG-Areal könnte bald neues entstehen. In der Produktionsstätte der 1933 als Rohtabakvergärungs-Aktiengesellschaft gegründeten Firma wurde bis 2018 noch Tabak verarbeitet. Heute befindet sich nur noch die Verwaltung der Firma in Grünwinkel und es wird über die künftige Nutzung der Hallen mit den schiefen Sägezahn-Dächern diskutiert. Im Raum steht ein neues Kreativzentrum für Künstlerinnen und Musiker. Historische Industrie-Architektur gibt es auch an anderen Stellen in Grünwinkel. Markant ist der mittelalterlich wirkende Turm der Kunstwollfabrik Vogel & Schnurmann, der einst als Wasserspeicher diente.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war er neben dem Kesselhaus und Teilen der Färberei das einzige erhaltene Gebäude des Areals. Heute wird der Turm als Wohnfläche genutzt. Im Kesselhaus, einem schmucken Backsteingebäude mit Schlot, befindet sich ein Restaurant mit gehobener Küche. Ein Stück weiter südlich im Kronen Café, einer ehemaligen Maschinenhalle von 1909, wird seit der aufwendigen Sanierung heute köstlicher Kaffee geröstet und serviert. Ihr könnt auch einen Barista- oder Latte Art-Kurs buchen, um künftig daheim den perfekten Cappuccino zu genießen. Um Perfektion in historischem Ambiente geht es auch im Old-Barber-Shop in der Durmersheimer Straße. Darko Novoselic hat seinen Laden mit Filmrequisiten aus dem Tom-Cruise-Streifen Operation Walküre eingerichtet. Auf den nostalgischen Frisierstühlen aus den 1920ern nehmen vor allem Stammkunden Platz. Einige kennt er noch aus der Zeit, als er die Militärs im PX-Shoppingcenter (heute Kliver) in der Nordstadt und später in Heidelberg frisierte. Neben den Vintage-Möbeln sind an den Wänden viele Bilder, Widmungen und Ehren-Coins aus dieser Zeit zu entdecken. Seit über zehn Jahren ist der Salon nun in Grünwinkel zuhause, wo inzwischen Darkos Sohn Dario das Geschäft übernommen hat.
Text:
Johanna Fischer
Fotos:
Linda Calmbach, Nina Setzler, Johanna Fischer
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