Fotos: Carl Forger
Mit Sinn fürs Bauen und Wohnen Pia Hesselschwerdt hat viel vor als neue Kommunikationschefin der Volkswohnung 
9. Dezember 2020 TEXT: 3

Direkt, nahbar und authentisch – das sind nicht nur Adjektive, die Pia Hesselschwerdt gut beschreiben. Sie bringen auch auf den Punkt, wie sie sich künftig den Auftritt der Volkswohnung nach außen vorstellt. Seit September verantwortet die 36-Jährige die Unternehmenskommunikation des Immobilienunternehmens, das für bezahlbaren Wohnraum in Karlsruhe steht.

Unternehmen mit sozialem Auftrag

Zeitgemäßes Employer Branding spiele dabei eine wichtige Rolle, damit auch jüngere Menschen die Volkswohnung „als das wahrnehmen, was sie ist. Nämlich ein attraktiver Arbeitgeber“, erklärt Pia. Sie selbst witterte vor der Bewerbung bei Baden-Württembergs drittgrößtem kommunalem Wohnungsbauer „einen Hauch von Behördenflair“, der sich dann allerdings überhaupt nicht bestätigte. „Im Gegenteil: Die Volkswohnung ist ein innovatives Unternehmen. Sehr dynamisch und zukunftsorientiert, mit einem tollen sozialen Auftrag.“

Wenig behördig: Pia Hesselschwerdt in der neuen Cafeteria des kommunalen Immobilienentwicklers

Sinnhaftigkeit in der Arbeit war der studierten Soziologin immer wichtig, das zeigt ein Blick auf ihre beruflichen Stationen: ein Bildungsanbieter, das Deutsche Rote Kreuz und eine Caritas-Einrichtung zählen dazu. In ihrem aktuellen Job war sie gleich zu Beginn von den Veränderungsprozessen beeindruckt, die seit zwei Jahren für das Unternehmen angestoßen werden. Auch sie selbst möchte hier nun einiges bewegen, etwa in den sozialen Medien.

Hausbau mit Holzfassade

Privat hat sie da einigen Vorsprung, auf Instagram schenkt sie den Followern regelmäßig Inspiration in Sachen Bauen und Wohnen: die Beton-Wand im Badezimmer, die Fassade in Holzständerbauweise, die Galerie mit den Retro-Glühlampen. Hausbau sei zwar nie ein Lebenstraum gewesen, aber „hier passt einfach alles“, sagt Pia über das Eigenheim in Stutensee, in dem sie mit ihrem Mann lebt, der aus Karlsruhe stammt.

Sie hat schon in einigen deutschen Großstädten gewohnt und ist nun positiv überrascht von Karlsruhe

Von dort aus radelt sie nun morgens entlang der Friedrichstaler Allee zum Hauptsitz der Volkswohnung in die Innenstadt und genießt die Lebensqualität der Fächerstadt. „Ich bin ohne große Erwartungen hierher gezogen, Karlsruhe war eine Unbekannte für mich. Aber die Stadt hat mich total positiv überrascht“, so die gebürtige Westfälin, die zuvor in Berlin, Frankfurt, Stuttgart und Münster gelebt hat. Hier im Badischen begeistern sie Stadtviertel wie der Alte Schlachthof, aber auch der Rhein und die Weinberge im Umland.

Marken-Relaunch der Immobilienfirma

Eine Region, so breit und vielfältig wie die Zielgruppe, die sie als Chef-Kommunikatorin der Volkswohnung erreichen möchte: Gerade fiel in ihrer Abteilung der Startschuss für einen kompletten Marken-Relaunch des kommunalen Wohnungsbauers. In den kommenden sechs bis neun Monaten wird ein neues Corporate Design umgesetzt und mit dem Geschäftsbericht im Sommer erstmals vorgestellt.

Die Volkswohnung plant etliche Aktionen und Projekte zum großen Jubiläum in zwei Jahren

Auch die Vorbereitungen für das 100-jährige Jubiläum der Firma in 2022 laufen bereits, es soll Aktionen für die Mieter und nachhaltige Projekte in den Quartieren geben. Neben Wohn- und Lebensraum werden dabei auch Netzwerke gebaut. Eine Tätigkeit, die Pia Hesselschwerdt im Nebenberuf beim Wirtschaftsrat Deutschland ausübt: Sie ist Referentin für die mittelbadischen Sektionen des bundesweiten Berufsverbands. Der Wirtschaftsrat agiert im Sinne einer sozialen Marktwirtschaft und vertritt unternehmerische Interessen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. „Dadurch ergeben sich gerade in Karlsruhe lokale Synergien, die sich gut mit meinem Hauptjob vereinen lassen!“

3 Kommentare zu Mit Sinn fürs Bauen und Wohnen

  1. Danke für diesen spannenden Einblick und das Portät. Nach dem ganzen OB-Wahlkampf endlich mal wieder etwas erfrischendes Neues.

  2. Welch eine Bereicherung für die Volkswohnung! Genau am Puls der Zeit.

  3. Andrea Leonora

    Bisher hatte ich von der Volkswohnung immer einen altbackenen Eindruck. Was ich hier lesen konnte, macht neugierig auf die zukünftige Entwicklung dieser städtischen Gesellschaft.

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