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So gehts weiter an der Stuttgarter Straße Nach Abriss der Gartenhütten wird der Boden nach Blindgängern und Schadstoffen durchsucht
15. Januar 2021 TEXT: 0

Der Bauausschuss des Gemeinderats hat am Donnerstag den nächsten Schritt für die Neugestaltung des ehemaligen Kleingartengeländes an der Stuttgarter Straße eingeleitet: Einstimmig beschlossen die Mitglieder, auf dem Areal zwischen Mittelbruchstraße und Zimmerstraße ein Bodenmanagement durch das Ingenieurbüro Roth & Partner GmbH durchführen zu lassen. 

Munitionsexperten untersuchen den Boden

Das bedeutet, dass der Boden – nach Abriss der Gartenhütten – bis in vier Meter Tiefe aufgegraben, separiert und gesiebt wird – und zwar unter Aufsicht von Munitionsexperten. Das ist nötig, weil das 14 Hektar große Gelände im Zweiten Weltkrieg mehrfach bombardiert wurde und bei Bauarbeiten in den letzten Jahren bereits drei Blindgänger gefunden wurden. Mit weiteren nicht explodierten Bomben wird gerechnet. 

Das Gelände liegt an einem Bahndamm. Es war früher eine Senke, die mit Kriegsschutt aufgefüllt wurde

Zudem wurde das Gelände, das früher eine Senke war, nach Kriegsende 1945 mit Kriegsschutt aufgefüllt. Daher befinden sich Störstoffe wie Metalle oder Bauschutt im Untergrund. Das nun beauftragte Ingenieurbüro ist laut Stadtverwaltung gut vertraut mit diesem Projekt und dem dortigen Boden. Im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens wurde es mit der höchsten Punktzahl bewertet – Kriterien waren unter anderem die Qualifikation des Projektteams sowie das Honorar. Für das Bodenmanagement werden laut Angebot 918.480 Euro fällig.

Sportanlagen und Kleingärten

Nachdem der Boden geprüft und für die künftige Nutzung schadstofffrei gemacht ist, soll er wieder in das Areal neben dem Bahndamm eingebaut werden, erklärt Georg Hertweck vom städtischen Presse- und Informationsamt. Im östlichen Teil wird später der Sportverein ESG-Frankonia mit seinen Fußball- und Tennisplätzen angesiedelt, der momentan noch an der Durlacher Allee gegenüber Ikea liegt. 

Westlich der Sportanlagen sollen auch wieder Kleingärten entstehen, dann allerdings auf weniger Platz. Nach derzeitigem Stand ab 2022 geht es mit den Bauarbeiten los, die an das Bodenmanagement anschließen. Es wird also noch eine Weile dauern, bis hier Bälle rollen, Blumen blühen und Würstchen gegrillt werden …

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