Produkte aus Karlsruhe Sebastian Metz Fotos: Carl Forger
Neuer Shop für Produkte aus Karlsruhe: S’Fachl  Österreichisches Mietregal-Franchise hat Filiale in der Fächerstadt eröffnet
12. Mai 2021 TEXT: 0

Künstler, Designerinnen, Kleinstbetriebe oder Menschen mit kreativen Hobbys haben eine neue Präsentationsfläche in der Innenstadt von Karlsruhe: S’Fachl ist ein Shop-Konzept aus Österreich, bei dem sich die Hersteller einen Platz für lokale Produkte mieten können.

Produzenten mieten Verkaufsflächen

Willkommen sind Manufakturen, Start-ups und alle, die haupt- oder nebenberuflich schöne Dinge in kleinen Auflagen herstellen. Sie müssen ihre Produkte nicht mehr nur online oder auf Märkten verkaufen. S’Fachl bietet ihnen Verkaufsflächen zu verschiedenen Tarifen und einen Draht zur Laufkundschaft im Zentrum an.

Sebastian Metz räumt ein Regal ein
Sebastian Metz räumt ein „Fachl“ ein. In seinem Shop gibt es lokale Produkte kleiner Produzenten

In der Ritterstraße 3, wo früher das Spielzeuggeschäft Doering ansässig war, hat der Karlsruher Sebastian Metz einen Multi-Brand-Store eingerichtet. „Das Angebot ist breit gefächert: Design, Kunsthandwerk und Kulinarik. Die meisten Hersteller kommen aus Karlsruhe. Daneben gibt es einige Produkte aus Österreich“, sagt er.

Konzept in Österreich sehr erfolgreich

Aus dem Alpenland stammt nämlich das Franchise-Konzept. Dort findet sich fast in jeder größeren Stadt ein Ableger. „Die österreichischen Hersteller kennen das Konzept schon länger, manche wollen ihre Produkte breiter gestreut vertreiben“, sagt Sebastian. Für sie bietet er in Karlsruhe einen Nachfüllservice der Regale an.
Produzentinnen aus Karlsruhe kommen selbst vorbei, dekorieren ihre Produkte und stocken Ware auf. „Gerade war Jessica von der Likör-Manufaktur Deutsch hier. Sie hat ihr Regal von Muttertag auf Vatertag umgestellt“, verrät Sebastian. 

Die Familie Schreiber aus Bulach verkauft hausgebrannte Spirituosen

Auch Daniela Hoffmann aus Hagsfeld sieht bei ihrer selbst kreierten Pflegeserie regelmäßig nach dem Rechten. Ebenso die Scriptor-Brennerei aus Bulach, die Jungs vom Möbel-Label Karlsholz und das Team von Fächerbräu. „Wir vermieten auch gern an lokale Start-ups wie die Erfinder von Kali, der Kaffeelimonade“, erklärt Sebastian. 

Eigentlich ist er Architekt, hat zehn Jahre für eine Stuttgarter Klinik gearbeitet. Im vergangenen Jahr entschloss er sich, etwas Neues zu wagen. „Ich höre oft, wie mutig das in einer solchen Zeit ist. Andererseits kann die Lage ja nur besser werden“, findet Sebastian und ruft einer Kundin einen Abschiedsgruß hinterher.

Produkte aus Karlsruhe Sebastian Metz mit Kundin
Das Konzept mit lokalen Produkten kommt gut an. Bei Sebastian kann man ohne Schnelltest einkaufen

Bisher freut sich der Neu-Kaufmann über viel positives Feedback. Obwohl die Zahl der Besucher im Laden wegen Corona derzeit auf fünf begrenzt ist. Doch handgemachte Produkte aus der Region liegen im Trend, die Kundinnen kommen zahlreich. Viele scheinen froh, Geschenkideen und Delikatessen kleiner Firmen gesammelt an einem Platz in der Innenstadt zu finden.

Neue Mieter zu finden ist in Pandemie-Zeiten allerdings nicht ganz einfach, gibt der Shop-Betreiber zu. Deshalb hat er noch einige freie Regale, allerdings auch eine Warteliste für den Bereich Design. Das Sortiment soll zu 60 Prozent aus Drogerieartikeln und Lebensmitteln bestehen, damit die Kunden auch weiterhin ohne Corona-Test kommen können.

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